The Korea Experience, Bildervortrag
The Korea Experience
Die damalige Studentin Anne Pohl verbrachte 2020 ein Jahr in Südkorea und berichtet von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Eine nachempfundene Teezeremonie darf dabei nicht fehlen.
The Korea Experience
Die damalige Studentin Anne Pohl verbrachte 2020 ein Jahr in Südkorea und berichtet von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Eine nachempfundene Teezeremonie darf dabei nicht fehlen.
Die Bremer Pianistin und Entertainerin Ella Winkelmann spielt „Glanzstücke“ aus ihrem unerschöpflichen Repertoire, das von Klassik bis Swing reicht.
„Wie geht es dir?“ – eine einfache Frage, doch unter dem Eindruck des Leids der Menschen infolge des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der Angriffe des israelischen Militärs im Gazastreifen herrscht auch bei uns Sprachlosigkeit und eine tiefe gesellschaftliche Spaltung. Comic von Jeff Hemmer nach einer Erzählung Rania Enan, der Gründerin des Arabischen Frauenbundes Bremen. Frau Sina Meyer spricht mit Frau Enan über ihre Erlebnisse.
Eine Sirene? Eine Hohepriesterin? Sarah McCoy versteht es, in Rollen zu schlüpfen – zumal etwas davon tatsächlich in ihr steckt.
Gewiss ist: Die US-Amerikanerin, die in Frankreich eine zweite Heimat fand, hat das Potenzial einer künstlerischen Naturgewalt. Das befand auch Chilly Gonzalez, der zum Freund wurde und McCoys Karriere wesentlich beförderte. Ihr Stimme, ob durchdringend oder samtig-leise, kann unter die Haut gehen.
Pianistisch bringt sie mühelos Blues, Jazz, Pop, Chanson und Soul unter einen Hut. In den Songs wechselt sie zwischen Draufgängertum, Witz, Verletzlichkeit und abgründigen Visionen. Getragen wird all das von überbordenden Fähigkeiten als Performerin. Hinter McCoys schillerndem Auftreten versteckt sich eine empfindsame Person. Ihre schwierige Jugend in South Carolina ließ sie gen Kalifornien hinter sich, im Gepäck eine Gitarre. Inzwischen ist das Klavier ihr Hauptinstrument. Fuß faßte sie Jahre später in der Club- und Kneipenszene von New Orleans. 2019 erschien auf dem Blue-Note-Label das Album “Blood Siren”. Ihre aktuelles Album heißt “High Priestess”.
© Text: KITO / © Bild: KITO
Musik zum Ausdruck nationaler Identifikation zu nutzen, war im 19. Jahrhundert nicht nur im osteuropäischen Raum üblich geworden. Volkslieder wurden allerorten gesammelt und in die Kunstmusik integriert, sei es in Großbritannien, Skandinavien oder den noch österreichischen Gebieten Böhmen und Mähren. Leoš Janáček schrieb mit seinem Klavierzyklus ›Auf verwachsenem Pfade‹, der hier in der Bearbeitung für Streichquartett erklingt, ein anrührendes Stück voller persönlicher Erinnerungen – ähnlich wie später Gustav Mahler versuchte er, den frühen Tod eines geliebten Kindes musikalisch zu verarbeiten. Antonín Dvořák schließlich integrierte Melodien seiner Jugend auf dem Lande in seine reifen Werke, so in das 10. Streichquartett, das auf Wunsch des Auftraggebers mit so vielen leicht eingängigen, typisch slawischen Melodien aufwartet, dass es den Beinamen ›Slawisches Quartett‹ erhielt.
Programm:
statt B. Bartók – RumänischenVolkstänze Sz 56 für Streichquartett: Andante Cantabile aus dem Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11 von Peter Iljitsch Tschaikowsky
L. Janácek – Auf verwachsenem Pfade für Streichquartett
Pause
A. Dvořák – Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op.51
Besetzung:
Sarah Christian, Violine
Emma Yoon, Violine
Jürgen Winkler, Viola
Tristan Cornut, Violoncello
© Text: KITO / © Bild: KITO
Marialy zählt zu den absoluten Publikumslieblingen in Bremen und ihre temperamentvollen Auftritte sorgen immer wieder für begeisterten Jubel im Sendesaal. Für dieses Konzert hat sie sich die bekannte mittelamerikanische Sängerin Olvido Ruiz Castellanos eingeladen. Mit ihrem Programm „Alma“ (=Seele) bringen sie Klänge ihrer karibischen Heimat in den Sendesaal.
Marialy Pacheco – Klavier
Olvido Ruiz Castellanos – Vocals
Der Sendesaal Bremen ist für Marialy Pacheco ein Ort von großer Bedeutung. Seit rund zehn Jahren tritt sie regelmäßig dort auf, sowohl als
Solistin als auch mit besonderen Gästen. Für das Konzert am 31. Oktober hat Marialy eine der renommiertesten Sängerinnen Mittelamerikas eingeladen:
Olvido Ruiz Castellanos. Olvido, bekannt für ihre faszinierende Bühnenpräsenz und ihre Stimme, die in der Tradition der größten mittelamerikanischen Sängerinnen unserer Zeit wie Celia Cruz und Jaqueline Castellanos steht, war schon oft Gast bei Marialy’s Konzerten. Beim diesjährigen Konzert im Sendesaal treten sie nun erstmals gemeinsam im Duo auf und präsentieren ihr Projekt „Alma“.
Die Arrangements stammen allesamt aus der Feder von Marialy und sind Olvido auf den Leib geschrieben. Es sind traditionelle, Songs, Boleros, Danzons und Rumbas. Die temperamentvolle und gleichzeitig sanfte, melancholische Stimme, sowie das feinfühlige und virtuose Spiel von Marialy, lässt bei Beiden die tiefe Liebe und Sehnsucht zum Heimatland spüren.
Copyright Text & Bild: Sendesaal
Das Klavierduo Cristina Marton-Argerich & Antonia Miller macht zunehmend von sich reden und präsentiert im Sendesaal mit ”All’Ungarese” ein vierhändiges Programm voller Kontraste, Humor, Virtuosität und Poesie. Es umfasst Werke mit ungarischem Hintergrund von Franz Schubert, György Ligeti, György Kurtag, Bela Bartok, Franz Liszt und Johannes Brahms.
Johann Sebastian Bach/ György Kurtág – Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit, BWV 106 / Nun kommˋ der Heiden Heiland, BWV 599
György Kurtág – «Suite» für Klavier zu vier Händen
Franz Schubert – Divertissement à l’hongrois
F.Liszt – Ungarische Rhapsodie Nr.13
Béla Bartók – 15 Ungarische Bauernlieder, Sz.71
György Ligeti – 5 Stücke für Klavier zu vier Händen
Johannes Brahms – 4 Ungarische Tänze
Das Klavierduo bestehend aus Cristina Marton-Argerich und ihrer Masterabsolventin Antonia Miller etabliert sich aktuell zu einem äußerst spannenden, vielseitigen und sehr gefragtem Duo. Allein im Jahr 2025 wird das Duo über 30 gemeinsame Konzerte geben in Städten wie Zürich, Budapest, Florenz und Berlin.
Sie pflegen eine große Leidenschaft für Klaviermusik zu vier Händen oder für zwei Klaviere und spielen auf internationalen Bühnen vielfältige Programme von Johann Sebastian Bach bis György Ligeti.
Ihr Repertoire umfasst Originalwerke für Klavierduo sowie viele ungewöhnliche Bearbeitungen wie das Mozart/ Czerny Requiem, Schönbergs Verklärte Nacht oder Bachs Goldberg Variationen.
Gemeinsame Konzertaktivitäten führten sie u.a. nach Zürich (All Schubert-program), in die Isarphilharmonie München (Programm A l’Ungarese), Basel (Programm Morgenland), nach Berlin, London, Frankfurt, Konstanz, Pordenone/ Italien, Leon/Spanien und nach Radovljica/Slowenien.
Die beiden Pianistinnen engagieren sich auch stark für die pianistische Nachwuchsförderung. Ihre innovative Projektinitiative „Open Piano Class“ gewann den Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer-Stiftung und wurde für den Deutschen Engagementpreis 2023 nominiert.
Copyright Text & Bild: Sendesaal
Der junge Kontrabassist Felix Henkelhausen, der in Bremen seit seinem Studium an der HfK kein Unbekannter ist, hat mit seinem Debutalbum „The Excruciating Pain of Boredom“ einen Sensationserfolg gelandet. Sein Quintett präsentiert Jazz am Puls der Zeit, rhythmisch vertrackt, fantasievoll und voller unerwarteter Wendungen.
Bewegungsworkshop mit Oliver Artur
Dieser Bewegungsworkshop richtet sich an die queere/trans Community Bremens. Unter Verwendung von somatischen Übungen, Theaterspielen und Instant Composition liegt der Schwerpunkt darauf, wie die eigene Präsenz im Raum verstärkt werden kann. In den kreativen Prozess werden auch Stimme und Text als Material einbezogen.
Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit ihrem individuellen Rhythmus, um daraus ein kollektives Rhythmusgefühl zu entwickeln. Wenn wir uns in einer Gruppe bewegen und simultan improvisieren ist die Gefahr des Scheiterns größer. Es wird darauf hingearbeitet, kleine Misserfolge und die Verletzlichkeit des Unbekannten als Teil des kollektiven kreativen Prozesses anzuerkennen, um so Scheitern in Vergnügen zu verwandeln. Es wird Momente geben, um zu komponieren, zu reflektieren, zu teilen, zu schreiben und zu ruhen.
Oliver Artur (he/they) ist ein queerer trans* Künstler aus Amsterdam. Seine Bewegungspraxis gründet sich auf Techniken wie Skinner Releasing Technique®, Contact Improvisation, Body-Mind Centering®, Stream of Conscious Writing, Butoh u.a.. Das Wilde, Sanfte und Gewagte sind die Hauptinspirationsquellen für seine Arbeit. Er schafft Räume zur Abschaffung normativer Muster und für neue, disruptive und seltsame Wege, um Scheitern und Realität im Tanz zuzulassen.
»Precarious Pleasures« ist ein Labor für Improvisation und queerfeministische Praxis. Die diesjährige Workshopreihe lädt zum kollektiven Scheitern ein. Inwiefern kann Improvisation einen Raum für lustvolles Wagnisse eröffnen? Wie können wir kollektiv Räume schaffen, die einen Boden für eine mutige Tanzpraxis bilden? Und dürfen wir uns beim Tanzen eigentlich schämen?
Im Workshop »How to make something in:visible?« (Do 30.10.) lädt Oliver Artur (he/they) aus Amsterdam queere Körper dazu ein, sich mit der eigenen Sichtbarkeit und damit verbundenen Momenten von Genuss, Scham und Scheitern auf der Bühne auseinanderzusetzen. Im Stimmimprovisationsworkshop »Fragile Frequencies« (Sa 1.11. und So 2.11) mit Esther Adam (sie/esther) wird das Scheitern mit Dissonanz und kollektiver somatischer Praxis stimmlich und somatisch erforscht. Im Workshop »Perfect Public Failure« (Do 6.12. und Fr 7.12.) von Katze Greeven (alle Pronomen) werden mittels verschiedener Scores Improvisationsformen im öffentlichen Raum erprobt.
Oliver Artur (Amsterdam) lädt queere Körper dazu ein, sich mit der eigenen Sichtbarkeit und auf der Bühne auseinanderzusetzen. Mit somatischen Übungen, Theaterspielen und Instant Composition wird daran gearbeitet, die eigene Präsenz im Raum zu verstärken. Der Workshop der Reihe »Precarious Pleasures« richtet sich an die queere/trans Community Bremens.
In englischer Lautsprache
Der Workshop richtet sich an die queere/trans Community Bremens
Teilnahme kostenlos.
Anmeldung unter precariouspleasures@posteo.de
Bitte bequeme Kleidung, etwas zu Trinken, Notizbuch & Stifte mitbringen
Konzertante Lesung mit Kaffee & Kuchen
Eintritt frei
Ein Sternekoch kocht sich selbst. Eine Sporttaucherin begegnet ihren inneren Gespenstern. Zwei Außerirdische verschlingen die Menschheit – und streiten über Tischmanieren.
Nach Stationen in Halle, Freiburg und der Uckermark bringen Veit Sprenger (Showcase Beat Le Mot) und Thies Mynther (Phantom/Ghost) ihr Format der konzertanten Lesung nach Bremen und gestalten damit eine besondere Ausgabe der Konzertreihe »Krach mit Sahne«. Dabei treffen absurd verdichtete Kurztexte auf humorvolle elektronische Live-Improvisationen. Veit Sprenger liest, Thies Mynther antwortet. Und zwar mit einem Soundtrack aus Pop, elektronischer Tanzmusik und elektroakustischer Improvisation. Wer kommt, isst Kuchen. Wer geht, hat ein Geräusch im Kopf, das vorher nicht da war.
Thies Mynther ist Komponist, Autor und Musikproduzent und war seit 1989 an der Herstellung und Veröffentlichung von mehr als hundert Alben beteiligt. Er ist bzw. war u.a. festes Mitglied bei Bands wie Phantom Ghost und Stella, arbeitete mit Miss Kittin, Chicks On Speed und Dillon, und hat dabei weit über tausend Konzerte bestritten. Seit 2004 ist er gelegentlich als Filmmusiker und -komponist und Sounddesigner tätig. Er arbeitete als musikalischer Leiter mit Nicolas Stemann, Sebastian Baumgarten, Bastian Kraft, Brit Bartkowiak, Jason Danino Holt und Showcase Beat Le Mot. Er war Gast u.a. am Schauspielhaus Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin, dem Hebbel am Ufer und dem Staatstheater Mainz.
Veit Sprenger ist Theatermacher und Autor. Er studierte Musik in Hannover, Medizin in Frankfurt a.M. und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er ist Gründungsmitglied der Theatergruppe Showcase Beat Le Mot, mit der er seit 1998 Theaterstücke, Performances, Kunstaktionen und Musikvideos entwickelt. Bis heute hat er mehr als vierzig Theaterstücke produziert, die in 16 Ländern zur Aufführung kamen. Er war Mitglied des künstlerischen Leitungsteams für das Festivals artgenda für junge Kunst im Ostseeraum und der Auswahl- und Preisjurys u.a. für die Theaterfestivals unart, Impulse und Westwind. Er lehrte an Hochschulen unter anderem in Berlin, Hamburg, Rostock, Gießen, Zürich, Köln, Oslo, Beijing, Athens/Ohio, New York, Stuttgart und Bern.
Sprenger und Mynther arbeiten seit 2019 in ihrem fluktuierenden Musiktheaterprojekt The Cybernetic Nightingale zusammen. Sie haben seitdem vier große Musiktheaterproduktionen realisiert, die international gezeigt wurden, u.a. am Hebbel am Ufer in Berlin, beim Flurstücke-Festival und an der Kunsthalle in Münster, beim kampnagel Sommerfestival in Hamburg, am Mousonturm in Frankfurt a.M. und bei der ars electronica in Linz. Seit 2023 sind sie mit ihrer musikalischen Lesung »Wie sie im Vergnügungspark ihre Toten bestatten« unterwegs, bisher u.a. beim UM-Festival und beim Caos Communication Camp des CCC.