Enigma – who is who // 3. 5nachsechs Afterwork – Konzert
Werke von
- Edward Elgar (1857–1934)
- Enigma-Variationen (1899)
Besetzung
- Finnegan Downie Dear
Dirigat und Moderation
1879 – 1899 – 1919: Drei Kompositionen aus drei Epochen, exakt 20 Jahre voneinander entfernt. Doch nicht nur das verbindet sie. Alle sind eng mit ganz bestimmten Personen verknüpft. Maurice Ravel setzt mit Le Tombeau de Couperin einem der größten Komponisten des französischen Barocks ein musikalisches Denkmal – François Couperin. Edward Elgar portraitiert in seinen Enigma-Variationen Freunde und Wegbegleiter. Wer sich aber hinter den musikalischen Charakterstudien verbirgt, darum machte er lange ein Rätsel. Das ist längst gelüftet, der Zauber aber bleibt. Und Brahms’ einziges Violinkonzert wäre ohne Joseph Joachim undenkbar. Der Star-Geiger beriet Brahms nicht nur, er rang mit ihm um jede Note. Das Ergebnis: eines der populärsten Werke der Violinliteratur. Am Pult steht mit Finnegan Downie Dear eines der verheißungsvollsten Dirigiertalente der internationalen Szene, und den Namen der Geigerin Hana Chang sollte man sich ebenfalls merken. Da spielt die Zukunftsmusik. Und sie klingt spektakulär.
Zu ihrem Zweihundertsten gönnen sich die Bremer Philharmoniker zwei Mal die Zweite – und zwar von Beethoven und von Brahms. Das Jubiläumskonzert zur Feier des 200. Geburtstags bietet mit Beethovens zweiter Symphonie nicht nur ein Werk, das im November 1825 auf dem Programm des ersten Konzertes des neugegründeten Orchesters stand, sondern setzt ein kraftvolles, optimistisches Statement, voller Energie und Hoffnung. Damit beginnt ein musikalischer Neustart, ein Abend, der Vergangenheit und Zukunft in einem Atemzug vereint. Ein Werk voller Eindringlichkeit und Zuversicht ist auch Brahms’ Zweite. Von Publikum und Kritik wurde sie gefeiert, doch führte Brahms seine Freunde vorab mit erratischen Andeutungen in die Irre. Sie sei „so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten!“ schrieb er augenzwinkernd und überraschte sie anschließend mit einem zukunftsweisenden Werk. Frisch, radikal und unerwartet verspricht eine Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzini zu werden. Einer der angesagtesten Komponisten unserer Tage verbindet die symphonische Tradition mit dem musikalischen Sound unserer Zeit und schreibt exklusiv zum Jubiläum ein neues Werk für die Bremer Philharmoniker.
Die neue Saison startet mit einem Paukenschlag: zwei romantische Titanen und eine elektrisierende Uraufführung. Die Bremer Philharmoniker setzen damit auf einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne. Für frischen Wind sorgt die mexikanische Komponistin Diana Syrse. Von der Presse als Shootingstar gefeiert, bringt sie eine unverwechselbare Handschrift in die zeitgenössische Musikszene. Und da sie auch eine ausgezeichnete Sängerin ist, übernimmt sie den Solopart in ihrem eigens für die Bremer Philharmoniker geschriebenen neuen Werk gleich selbst. Hochromantisch geht es in Schumanns Klavierkonzert zu. Der Weg zu seiner Entstehung war alles andere als geradlinig, doch das Ergebnis ist ein Meisterwerk bis zur letzten Note. Und Brahms? Mit seiner bahnbrechenden ersten Symphonie beginnt in dieser Spielzeit ein Zyklus mit allen seinen Symphonien. Die Zeichen stehen auf Aufbruch – in eine Saison voller Entdeckungen, voller Energie, voller Überraschungen.#
Die Konzerteinführung beginnt 30 Minuten vor dem Konzert.