»Reichsführers gehorsamster Becher«: Kurt A. Becher
Vom SS-Standartenführer zum Millionär. Szenische Lesung »Aus den Akten auf die Bühne« Wie ist es möglich, dass so viele NS-Täter nach 1945 ungestraft „mitlaufen“ konnten, erfolgreich wurden und es zu großer gesellschaftlicher Anerkennung brachten? Das Leben des Bremers Kurt A. Becher (1909-1995) steht exemplarisch für eine solche Biografie. Der Getreidegroßhandel machte ihn zu einem der reichsten Männer in Westdeutschland und verschaffte ihm wichtige Posten in der Bremer Wirtschaft. Am 11. Februar 1948 hatte ihn die Nürnberger Spruchkammer in die Gruppe V „Entlastete“ eingestuft. Im Januar 1961 berichtete der Weser-Kurier unter dem Titel „Geschäfte mit Menschenleben?“ über eine Verhandlung gegen Becher in Frankfurt […]
