Grohn
Das Universum für Anfänger im Olbers-Planetarium
Was sehen wir eigentlich alles am Himmel? Was sind Sterne, und was sind Planeten? Wie ist unsere Sonne entstanden? Warum ist es im Winter kalt? Was sind Schwarze Löcher? Was können Forscher alles aus dem Licht der Sterne lesen?
Unter dem Motto „vom Staunen zum Verstehen“ werden diese Fragen leicht verständlich beantwortet. Mit humorvollen Animationen und beeindruckendem wissenschaftlichem Bildmaterial erfahren die Zuschauer*innen, was sie schon immer über das Universum wissen wollten…
Einen Trailer zu dieser Show finden Sie hier
Empfehlung ab 12 Jahre.
Copyright Text & Bild: Olbers-Planetarium
Die Sonne – Unser lebendiger Stern im Olbers-Planetarium
Die Show erzählt in spektakulären Bildern alles über das Kraftwerk im Zentrum unseres Planetensystems.
In der Produktion der Europäischen Südsternwarte (ESO) erzählt der talentierte griechische Filmemacher Theofanis Matsopoulos die Entwicklung unseres nächsten Sterns und zeigt die Sonne in außergewöhnlichen Bildern. Wir präsentieren die ganze Kraft und Dynamik der Sonne in atemberaubenden Einzelheiten.
Daneben beleuchtet die Show den Einfluss, den die Sonne auf jeden Aspekt des Lebens hat. Unterhaltsam und in spektakulären Animationen und Videosequenzen wird den Zuschauern die Rolle der Sonne bei der Entstehung und Erhaltung des Lebens auf der Erde – von der Photosynthese bis hin zum Menschen – vermittelt. Sie erfahren, wie die Sonne den Tages- und Jahresablauf und die Jahreszeiten regiert und verstehen ihren Einfluss auf Religion und Kultur.
Empfehlung ab 10 Jahre.
Copyright Text & Bild: Olbers-Planetarium
Die Abenteuer von Rosetta und Philae – Kinderprogramm im Olbers-Planetarium
Es war einmal eine Raumsonde namens Rosetta. Eines Nachts wurde sie in den Himmel geschossen. Vor ihr lag eine lange, lange Reise, auf der die Geheimnisse unseres Sonnensystems gelüftet werden sollten. Mit an Bord war Rosettas ständiger Begleiter, der Lander Philae. Ziel der Reise war ein Komet mit dem Namen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“.
Auf der langen Reise von der Erde ins Weltall lernst Du von Rosetta und Philae, was es braucht, um einen Kometen aus der Nähe zu erkunden. Außerdem erfährst Du, was man mit Missionen wie Rosetta alles über Kometen herausfinden kann.
Einen Trailer zur Show gibt es hier
Empfehlung ab 6 Jahre.
Copyright Text & Bild: Olbers-Planetarium
Zeitreise 2 – Ziel: Zukunft Vom Jetzt bis zur Ewigkeit im Olbers-Planetarium
Unser Universum ist riesig groß und im Verhältnis zu einem Menschenleben unvorstellbar alt. Es ist ständig im Wandel. Vor etwa 14 Milliarden Jahren entstand es – aber das ist gegen die Zukunft, die noch vor ihm liegt, eine verschwindend kurze Zeitspanne.
Fast überschaubar sind dabei noch Zeiträume von Jahrmillionen, in denen die Erde und das Leben ihr Gesicht verändern, oder die Jahrmilliarden, in denen die Sonne das Ende ihrer Existenz erreicht und sich die gesamte Milchstraße spektakulär wandelt. Was geschieht aber in noch viel fernerer Zukunft, in Zeiträumen, für die unsere Sprache keine Worte mehr findet? Was bleibt, wenn die Sterne verlöschen? Und steht am Ende vielleicht sogar so etwas wie die Ewigkeit – hört die Zeit selbst auf zu existieren?
Diese Veranstaltung wagt mit eindrucksvollen Bildern und spannenden Ergebnissen aus der aktuellen Forschung einen atemberaubenden Blick ins Unvorstellbare. Sie entstand in mehr als dreijähriger Arbeit als Kooperation von fünfzehn deutschsprachigen Planetarien. Produziert wurde die Show vom Freundeskreis Planetarium Bochum. Die Produktionsleitung lag beim LWL-Planetarium in Münster.
Empfehlung ab 12 Jahre.
Copyright Text & Bild: Olbers-Planetarium
Romeo und Julia in der shakespeare-company
Von William Shakespeare. Anschließend Publikumsgespräch.
Als sich Romeo und Julia kennenlernen, sind sie zwei ganz normale Teenager, denen etwas ganz Besonderes geschieht: auf den ersten Blick sind sie unsterblich (!) ineinander verliebt! Doch sie gehören zwei verfeindeten Familien an, die Verona mit ihrer blutigen Fehde aus Hass und Gewalt überziehen. Jeder Scherz eine Provokation, jedes Zusammentreffen– Krieg! Weder die Androhung drakonischer Strafen für Gewalttäter durch den Fürsten noch die Beschwichtigungen des Paters – die Stimmen von Vernunft und Friedfertigkeit treffen bei den beiden Gangs auf taube Ohren. Eine Versöhnung der Capulets und Montagues – unmöglich! Ihre Gefühle füreinander sind für die beiden Liebenden ein Schock, als sie erkennen, welcher Abgrund von überlieferter Feindschaft zwischen ihnen klafft, doch ihre Herzen und auch ihre Körper streben unaufhaltsam zueinander hin – eine heimliche Heirat besiegelt ihre Liebe. Aber wird sie auch die Geschichte des alten Familienhasses beenden?
Die Verbindung von Romeo und Julia hat Sprengkraft, die Opfer fordern wird – am Ende die beiden selbst!
Choreographierte Kämpfe geben die mit Aggressivität aufgeladene Atmosphäre authentisch wieder. Der Soundkünstler Daniel Mandolini (Beatboxer »Mando«) akzentuiert die sprachliche Kraft von Shakespeares Drama dieser fatalen Liebe mit Dynamik und Sound.
Die neue Inszenierung von »Romeo und Julia« (2001 in der Regie von Rainer Iwersen und 2013 in der Regie von Nora Somaini) hat der Schauspieler und Regisseur Michael Meyer herausgebracht. Ein Theaterabend, der mitten ins Herz zielt, auch und besonders bei jungen Zuschauer:innen.
Daniel Mandolini
Daniel Mandolini, besser bekannt als Beatboxer »Mando«, arbeitet praktisch nur mit Mikrofon und Stimme, wobei „Stimme“ es eigentlich kaum trifft. Er produziert Geräusche mit seinem Mund, die in der technischen Verstärkung und Verzerrung für vielfältige akustisch-atmosphärische Untermalungen eingesetzt werden können. Dazu gehören ganz poetische, an Naturgeräusche erinnernde Sounds wie Wind (säuselndes Lüftchen bis hin zu heulendem Sturm), Regentropfen bis hin zum Wolkenbruch mit Donnergrollen, aber auch Flügelschlagen von Vögeln und diverse Geräusche wie von Nachtigallen oder Insekten. Mit diesen Geräuschen kann man z.B. eine Tag- bzw. Nachtszene andeuten. Zweitens kann die akustische Untermalung auch abstrakt eingesetzt werden, um einen Spannungsbogen in der Handlung zu verstärken. Die Aggressivität und die Dynamik der Handlung kann mit »Mandos« Sounds enorm verstärkt werden.
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
Constellations in der shakespeare company
Schauspiel von Nick Payne.
Zwei Menschen, zwei Leben, unendlich viele Möglichkeiten: In unzähligen Variationen erzählt »Constellations« die Lebens- und Liebesgeschichte der Quantenphysikerin Marianne und des Imkers Robert. An jeder Wegkreuzung, an jedem Entscheidungspunkt liegt ein ganzes Universum an Möglichkeiten vor ihnen: das Kennenlernen auf einer Grillparty, ein erstes Date mit Wein am Küchentisch der WG, ein Streit über Untreue, eine Trennung, eine Versöhnung oder ein Treffen beim Tanzkurs werden in schnell aufeinanderfolgenden Szenen immer wieder neu und jeden Mal ganz anders erlebt. Auf tragische Weise wird uns dabei auch die Endlichkeit des Lebens vor Augen geführt: eine tödliche Krankheit bürdet der Beziehung eine schwere Last auf und konfrontiert die beiden mit dem möglichen Verlust des geliebten Menschen. Und auch in diesem Szenario gibt es am Ende unzählige Möglichkeiten und Versionen, wie die beiden damit umgehen.
Zart und hoffnungsvoll, berührend und melancholisch verbindet Nick Payne’s »Constellations« Wissenschaft und Gefühl, erzählt von der Einzigartigkeit unseres Lebens und vom Zauber der Wege, die wir nicht gegangen sind.
Unter der Regie von Julia Redder bringen Markus Seuß und Petra-Janina Schultz diese Versuchsanordnung der Liebe ausdrucksstark auf die Bühne.
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
Allein an der Bar in der shakespeare company
Lieder über Nähe, Distanz und die Sehnsucht dazwischen.
Was sucht eine Person, die allein eine Bar betritt? Ein Getränk? Ein Gespräch? Oder am Ende doch die Erfüllung einer Sehnsucht?
Bei diesem szenischen Liederabend wird die Bar zum Spielplatz sehnsüchtiger Melancholie. Ein Ort, an dem Menschen sich zufällig begegnen und bewusst entscheiden: Bleibe ich? Höre ich zu? Mache ich mit?
Jeder Abend kann anders sein, nur eins ist klar: Wir haben einander. In einem intimen Dialog zwischen der Schauspielerin und Sängerin Magdalena Julia Simmel, einem Barkeeper mit Gitarre und dem Publikum entstehen Geschichten aus Liedern, Fragmenten und Fantasien zwischen Einsamkeit und Nähe. Jede Vorstellung wird geprägt von den Menschen, die an diesem Abend Platz nehmen, und von den Entscheidungen, die getroffen werden.
“Und, welches Lied bestellen wir als nächstes?”
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
Schwanengesang in der shakespeare company
Tragikomödie von Thomas Weber-Schallauer nach der Erzählung von Anton Tschechow.
Der alte, verbrauchte Komiker Svetlovidov ist nach der Vorstellung, seiner letzten, betrunken in seiner Garderobe eingeschlafen. Nun irrt er nachts über die leere Bühne. Zu ihm gesellt sich der junge Souffleur Ivanyc, der kein Zuhause hat und das Theater heimlich als Schlafstätte nutzt. Mit ihm resümiert der alte Schauspieler sein Leben – ein eher triste Lebensbilanz. Er denkt laut über die großen Rollen der Weltliteratur nach und macht den jungen Ivanyc, der in seiner prekären Situation zum Spielpartner in der Not. Mit der Zeit verwandelt sich das Spiel zwischen dem alten Svetlovidov und Ivanyc in ein konfliktbesetztes Vater-und-Sohn-Verhältnis um. Die Autorität des „Vaters“ Svetlovidov bröckelt vor der Widerständigkeit des „Sohnes“ Ivanyc. Gräben des Missverstehens, der gegenseitigen Ablehnung und Enttäuschung tun sich zwischen ihnen auf. Die Zeit des Alten scheint unaufhaltsam zu Ende zu gehen, so dass der Junge seinen Platz einnehmen kann. Ivanyc ergreift seine Chance – mit den Mitteln des Theaters!
Das Stück wird in Bezug gesetzt zu Erik Roßbanders eigener Karriere, die 1984 in der DDR begann und mit den 35 Jahren intensiver Theaterarbeit in der bremer shakespeare company ihre Fortsetzung fand. Den jungen Souffleur Ivanyc spielt Ilja Roßbander, der nach dem Abschluss seines Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule in München als Schauspieler vor allem in Film- und Fernsehproduktionen aktiv war. In Bremen ist der gemeinsame Bühnenauftritt von Vater und Sohn ein Novum.
Der Regisseur Thomas Weber-Schallauer hat bei der bremer shakespeare company bereits mehrere Shakespeare-Stücke und andere inszeniert, darunter „Perikles“ (2013), „Verlorene Liebesmüh“ (2011) und „Wie es euch gefällt“ (2015).
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
UNRUHE AM RAND DER SCHÖPFUNG in der shakespeare company
Ein Triptychon des menschlichen Daseins von Marc von Henning.
Drei Menschen, unruhig am Rand der Schöpfung: Ein Bibliothekar, der alle Bücher kennt, außer einem – das Buch des Lebens. Eine Regisseurin, die erst in ihrer letzten Kritik nach der Generalprobe eingesteht, worum es ihr wirklich geht. Ein Mann, der zu allem bereit ist – bereit, jeden Tag so zu leben, als wäre er sein letzter.
Unruhe am Rand der Schöpfung bringt ein Triptychon des menschlichen Daseins auf die Bühne. Aus Texten, die zu verschiedenen Zeiten seines Schaffens entstanden sind, hat Marc von Henning drei voneinander unabhängige Stücke geschrieben. Was sie verbindet? Die Sehnsucht der Figuren nach etwas Greifbarem, an dem sie sich festhalten können und das ihrem Leben einen Sinn verleiht – was auch immer das sein mag. Ihre Suche spiegelt das zutiefst menschliche Bedürfnis wider, das Echte und Unverfälschte zu finden, die eigene Existenz als sinnhaft zu erleben. Durch diese Resonanz mit den Wünschen, Hoffnungen und Sehnsüchten des Publikums bekommt der Abend eine ganz eigene, besondere Schönheit.
Die Figuren im ersten und dritten Teil haben sich beide Entwürfe ihres Lebens gebaut, die sie sowohl schützen als auch gefangen halten. Der blinde Bibliothekar glaubt, er habe die Welt in seinen Büchern gefunden und eingefangen. Dann bekommt er das unmögliche Buch in die Hände: das Buch der unendlichen Seiten, das weder Anfang hat noch Ende – und weiß nicht, was er damit anfangen soll. Der Sterbende im dritten Abschnitt des Abends sucht jemanden, dem er sein großes Geheimnis verraten kann. Er trägt sein Wissen wie eine neue Brille, durch die er plötzlich alles anders sieht. Aber er kann es niemandem zeigen. Die neue Brille seines Wissens lässt ihn das Leben schärfer sehen, intensiver erleben, aber auch allein. Als Scharnier wird in der Mitte die Geschichte einer Regisseurin erzählt, die das Theater als den einzigen Ort begreift, an dem echte Menschen noch einmal wirklich atmen dürfen. Die dabei aber alles zerstört, was ihr begegnet, wenn sie nach der Generalprobe wie eine gnadenlose Chirurgin, die keine Betäubung verwendet, durch das Ensemble stürmt. Alle drei Figuren fordern die Wahrheit ein. Sie laut und scharf. Die anderen beiden leise und allein.
Unruhe am Rand der Schöpfung: der Titel legt nahe, worum es dem Autor und Regisseur in seiner Inszenierung geht: Dass die wichtigen Sachen im Leben oft gar nicht im Zentrum der Dinge geschehen. Dass wir uns oft so vorkommen, als würden wir am Rand stehen, nicht sicher sind, ob wir dazugehören. Dass es an irgendetwas fehlt. Und uns das unruhig macht.
Haben wir nicht alle mal etwas verloren, das wir vielleicht nie wieder finden werden? Der Abend fragt nicht, was das war. Er fragt nur, ob wir noch auf der Suche danach sind.
Die drei Abschnitte des Abends
I. DER BLINDE BIBLIOTHEKAR
„Der Geschmack des Apfels ist weder im Inneren des Apfels selbst, noch im Mund des Essers. Es braucht die Begegnung zwischen den beiden. So ist es mit dem Buch.”
Jorge Luis Borges
II. DIE KRITIK
„Er hat beschrieben, was er ahnte, nicht geschrieben, was er wusste.”
Die Regisseurin über Shakespeare
III. 90 TAGE
„Es kommt mir morgens schon mal vor, als würde mein Leben erst jetzt anfangen, dabei habe ich doch mehr als die Hälfte längst hinter mir.”
Der Sterbende
Marc von Henning über seine Inszenierung und seine Arbeit:
„Wir haben alle mal was verloren, das wir wohl nie wieder finden werden.”
„Ich mache kein politisches Theater, würde ich sagen. Was ich versuche ist, dem einzelnen Menschen auf der Bühne so nah zu kommen, dass das Große, das Draußen, das Beängstigende, plötzlich durch ihn hindurchscheint. Ohne dass man es benennen muss.“
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
