Satirisches Anti-Historiendrama über Katharina die Große
Russland im 18. Jahrhundert: Katharina kommt als Ehefrau von Peter III. an den kaiserlichen Hof. Die Außenseiterin findet sich schnell zurecht, geschickt nimmt sie nach und nach die Zügel in die Hand. Das Komplott gegen den unberechenbaren Ehemann gelingt und sie steigt nach seinem Tod zur Machthaberin auf: als Katharina die Große lenkt sie ab sofort die Geschicke des Reiches. Absurd und bitterböse zeichnet das fiktionale Porträt ein grotesk-komödiantisches Bild von Gesellschaft und Moral, erzählt von Macht und Intrigen, Kampf und Korruption, Lust und Leiden. Mit den historischen Fakten wird dabei recht frei umgegangen: ein satirisches Anti-Historiendrama, ein wilder, unterhaltsamer Ritt an den Grenzen der Skurrilität.
Berühmt durch die gleichnamige Serie, die auf Netflix ausgestrahlt wird. Aktuell auch in der ARD-Mediathek zu sehen
Mehr zum Stück
Begeistert eröffnet Katharina ihrer Freundin große Neuigkeiten: sie wird den russischen Zaren Peter den III. heiraten und dann das glamouröse, bedeutungsvolle Leben einer Kaiserin führen. Die junge, idealistische Frau träumt von einer großen Zukunft, in der Russlands Entwicklung von Aufklärung, Vernunft und Fortschritt bestimmt wird. Am Hofe angekommen wird sie jedoch schnell mit der Realität konfrontiert. Ihr Ehemann Peter ist unreif, selbstsüchtig und unberechenbar. Statt sich um die Belange des Volkes zu kümmern, interessiert er sich nur für Sex und seine eigenen Vergnügungen, drangsaliert die Leute nach Lust und Laune und verzehrt sich nebenbei nach seiner verstorbenen, unersetzbaren Mutter. Während Katharina zunächst versucht, die absurden Regeln des Hofes zu befolgen, Machtkämpfe und Intrigen erträgt, beginnt sie zunehmend, ihre eigene Rolle zu hinterfragen und ihre Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Bald wird ihr klar: von Peter kann sie nichts mehr erwarten und nur wenn sie selbst die Fäden in die Hand bekommt, wird sie wirklich etwas bewirken können. Nach und nach bindet sie einflussreiche Personen am Hof an sich, gewinnt Vertraute und schmiedet raffiniert ein Komplott: Peter soll ermordet und sie als „die Große“ zur Kaiserin gekrönt werden. Aber der Preis, den sie für die Machtübernahme zahlen muss, ist hoch: die Liebe. Katharina wird als die am längsten regierende Herrscherin Russlands in die Geschichte eingehen.
„ICH ZOG EIN GROSSES LEBEN EINER GROSSEN LIEBE VOR“ Katharina zu ihrem Sohn
Im zweiten Teil des Abends gibt Katharina nun die Spielregeln am Hofe vor, muss sich behaupten und folgenschwere Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf das Leben Zehntausender Menschen haben. Ihr Ziel, Russland zu modernisieren und die Aufklärung voranzutreiben stellt sie immer wieder vor Herausforderungen. Das komplizierte Spannungsfeld von Moral, realpolitischen Bedingungen und persönlichen Begierden hinterlässt seine Spuren und verdichtet sich dreißig Jahre nach dem Mord an ihrem Ehemann im Konflikt mit ihren eigenen Kindern.
The Great ist kein klassisches Historiendrama, sondern eine moderne, freche Karikatur. Mit überzeichneten Figuren, einer provokanten, bisweilen ordinären, Sprache und rasanten Dialogen legt es die Absurditäten der höfischen Gesellschaft und die Perfidität der Macht bitterböse offen. McNamara nutzt den schwarzen Humor dabei nicht nur zur guten Unterhaltung, sondern als Anstoß, politischen Machtstrukturen, Dekadenz, gesellschaftlichen Ungleichheiten und menschlichen Abgründen unverwandt und direkt ins Auge zu blicken.
Satirisches Anti-Historiendrama über Katharina die Große
Russland im 18. Jahrhundert: Katharina kommt als Ehefrau von Peter III. an den kaiserlichen Hof. Die Außenseiterin findet sich schnell zurecht, geschickt nimmt sie nach und nach die Zügel in die Hand. Das Komplott gegen den unberechenbaren Ehemann gelingt und sie steigt nach seinem Tod zur Machthaberin auf: als Katharina die Große lenkt sie ab sofort die Geschicke des Reiches. Absurd und bitterböse zeichnet das fiktionale Porträt ein grotesk-komödiantisches Bild von Gesellschaft und Moral, erzählt von Macht und Intrigen, Kampf und Korruption, Lust und Leiden. Mit den historischen Fakten wird dabei recht frei umgegangen: ein satirisches Anti-Historiendrama, ein wilder, unterhaltsamer Ritt an den Grenzen der Skurrilität.
Berühmt durch die gleichnamige Serie, die auf Netflix ausgestrahlt wird. Aktuell auch in der ARD-Mediathek zu sehen
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Begeistert eröffnet Katharina ihrer Freundin große Neuigkeiten: sie wird den russischen Zaren Peter den III. heiraten und dann das glamouröse, bedeutungsvolle Leben einer Kaiserin führen. Die junge, idealistische Frau träumt von einer großen Zukunft, in der Russlands Entwicklung von Aufklärung, Vernunft und Fortschritt bestimmt wird. Am Hofe angekommen wird sie jedoch schnell mit der Realität konfrontiert. Ihr Ehemann Peter ist unreif, selbstsüchtig und unberechenbar. Statt sich um die Belange des Volkes zu kümmern, interessiert er sich nur für Sex und seine eigenen Vergnügungen, drangsaliert die Leute nach Lust und Laune und verzehrt sich nebenbei nach seiner verstorbenen, unersetzbaren Mutter. Während Katharina zunächst versucht, die absurden Regeln des Hofes zu befolgen, Machtkämpfe und Intrigen erträgt, beginnt sie zunehmend, ihre eigene Rolle zu hinterfragen und ihre Handlungsmöglichkeiten auszuloten. Bald wird ihr klar: von Peter kann sie nichts mehr erwarten und nur wenn sie selbst die Fäden in die Hand bekommt, wird sie wirklich etwas bewirken können. Nach und nach bindet sie einflussreiche Personen am Hof an sich, gewinnt Vertraute und schmiedet raffiniert ein Komplott: Peter soll ermordet und sie als „die Große“ zur Kaiserin gekrönt werden. Aber der Preis, den sie für die Machtübernahme zahlen muss, ist hoch: die Liebe. Katharina wird als die am längsten regierende Herrscherin Russlands in die Geschichte eingehen.
Im zweiten Teil des Abends gibt Katharina nun die Spielregeln am Hofe vor, muss sich behaupten und folgenschwere Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf das Leben Zehntausender Menschen haben. Ihr Ziel, Russland zu modernisieren und die Aufklärung voranzutreiben stellt sie immer wieder vor Herausforderungen. Das komplizierte Spannungsfeld von Moral, realpolitischen Bedingungen und persönlichen Begierden hinterlässt seine Spuren und verdichtet sich dreißig Jahre nach dem Mord an ihrem Ehemann im Konflikt mit ihren eigenen Kindern.
The Great ist kein klassisches Historiendrama, sondern eine moderne, freche Karikatur. Mit überzeichneten Figuren, einer provokanten, bisweilen ordinären, Sprache und rasanten Dialogen legt es die Absurditäten der höfischen Gesellschaft und die Perfidität der Macht bitterböse offen. McNamara nutzt den schwarzen Humor dabei nicht nur zur guten Unterhaltung, sondern als Anstoß, politischen Machtstrukturen, Dekadenz, gesellschaftlichen Ungleichheiten und menschlichen Abgründen unverwandt und direkt ins Auge zu blicken.
Copyright Text & Bild: Shakespeare Company
Details
Veranstaltungsort
Bremen, 28199 Google Karte anzeigen
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